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Die Träger der akademischen Forschung und Lehre am Institut für Politikwissenschaft sind die fünf Lehrstühle, die auf unterschiedliche Teilgebiete der Politikwissenschaft ausgerichtet sind. Es handelt sich hierbei um den Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte, den Lehrstuhl für Internationale Politik und Außenpolitik, den Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft, den Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europäische Politik und den Lehrstuhl für International Vergleichende Politische Ökonomie und Wirtschaftssoziologie. An ihrer Spitze stehen die Professorinnen und Professoren des Instituts, unterstützt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Wissenschaftlichen und Studentischen Hilfskräften sowie den auswärtigen Lehrbeauftragten.

Prof. Dr. Thomas Jäger widmet sich der theoretischen und empirischen Erfassung der Internationalen Beziehungen, die thematisch an seinem Lehrstuhl beheimatet sind. Schwerpunkte der Forschung und Lehre liegen dabei in der Analyse der deutschen und US-amerikanischen Außenpolitik, der Entwicklung von Allianzen und neuen Akteuren des internationalen Systems, sowie des Zusammenspiels von Medien und Internationaler Politik. Als US-Experte ist Prof. Jäger regelmäßig auch Gast in Fernsehsendungen und Online-Foren wie dem Deutsche Welle (DW) Wahlblog . Am Lehrstuhl wird die Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik (ZfAS) herausgegeben, die auf die Publikation von Analysen der Außenpolitik und der Internationalen Politik sowie sicherheitspolitischer Studien ausgerichtet ist.

Prof. Dr. André Kaiser deckt das Gebiet der Vergleichenden Politikwissenschaft ab und befasst sich dabei intensiv mit Fragestellungen der komparativen Analyse von Demokratietypen, Wahl- und Parteiensystemen sowie den Ausprägungen von Föderalismus und Dezentralisierungsprozessen. Die aktuellen Drittmittelprojekte des Lehrstuhls widmen sich u.a. der Dynamik des Parteienwewettbwerbs und der Thematik von Föderalismus und Dezentralisierung als Dimension von Staatshandeln. Daneben bildet die vergleichende Analyse Politischer Ökonomie einen weiteren Schwerpunkt in Forschung und Lehre. Prof. Kaiser ist aktiv an den Graduiertenzentren der Fakultät wie dem internationalen DFG-Graduiertenkolleg Cologne Research Training Group SOCLIFE beteiligt. Für den Zeitraum 2009 bis 2015 wurde Herr Prof. Kaiser in das Executive Committee des European Consortium for Political Research (ECPR) gewählt. Mit 343 Mitgliedinstituten aus 46 Ländern ist der ECPR die bedeutendste politikwissenschaftliche Organisation Europas.

Professor Dr. Wolfgang Leidhold ist für die Politische Theorie und Ideengeschichte zuständig und verfügt darüber hinaus über einschlägige Erfahrungen im Bereich der virtuellen Lehre. An seinem Lehrstuhl wurde das ILIAS-Projekt entwickelt und umgesetzt, das mittlerweile in der gesamten Universität zu Köln Anwendung findet und den Studierenden eine onlinebasierte Lernplattform bietet. In seiner Forschung und Lehre widmet sich Prof. Leidhold insbesondere den Fragen des Verhältnisses zwischen Politik und Religion sowie den großen Traditionen des abendländischen politischen Denkens. Am Lehrstuhl wird daneben auch das politische Denken des islamischen und fernöstlichen Kulturraums behandelt. Jüngst erschien das Werk "Gottes Gegenwart. Zur Logik der religiösen Erfahrung" aus der Feder von Prof. Leidhold.

Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Christine Trampusch deckt das Gebiet der International Vergleichenden Politischen Ökonomie und Wirtschaftssoziologie ab. Die Arbeiten sind theorieorientiert und methodenfundiert und umfassen die folgenden Bereiche: Vergleichende Politische Ökonomie und Policy-Analyse, Wirtschaftssoziologie, Spielarten des Kapitalismus, Institutionenwandel, Wohlfahrtsstaat, Industrielle Beziehungen, Bildungspolitik, Finanzmärkte und Bankgeheimnisse, Europäisierung, Schweiz in Europa, qualitative vergleichende und fallinterne Untersuchungsmethoden. Der Lehrstuhl wird ferner in Forschung und Lehre mit dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG) zusammenarbeiten. Genaueres dazu werden wir zu gegebener Zeit bekannt geben. Vor Kurzem wurde Frau Trampusch in den Executive Council der Society for the Advancement of Socio-Economics (SASE) gewählt sowie in das Editorial Board von German Politics aufgenommen. Neuerdings ist sie ferner Mitglied der International Max Planck Research School “The Social and Political Constitution of the Economy” Cologne (IMPRS-SPCE) sowie des Boards der Graduiertenschule SOCLIFE (Universität zu Köln).

Prof. Dr. Wolfgang Wessels ist als Inhaber eines Jean-Monnet-Lehrstuhls auf die Europäische Politik ausgerichtet und zielt dabei in erster Linie auf die Entwicklung der rechtlichen, institutionellen und prozeduralen Architektur der Europäischen Union. Sein Augenmerk gilt dabei sowohl den theoretischen und strategischen Konzepten zur Erfassung des europäischen Integrationsprozesses als auch den Formen und Modi des Regierens in zentralen Politikfeldern des EU-Mehrebenensystems. Aktuell koordiniert der Lehrstuhl ein von der EU gefördertes Netzwerk zu Forschung und Lehre zum Vertrag von Lissabon und ist daneben an verschiedenen internationalen Projekten beteiligt, darunter dem Marie Curie Initial Training Network EXACT und OPAL, einem Konsortium zur Erforschung der Rolle nationaler Parlamente in der EU. Im Jahre 2007 wurde der Jean-Monnet-Lehrstuhl mit dem Europäischen Preis für Lebenslanges Lernen in Gold ausgezeichnet. Im September 2011 erhielt Prof. Dr. Wessels den Lifetime Achievement Award in Contemporary European Studies der renommierten University Association for Contemporary EU Studies (UACES). Zudem wurden dem Lehrstuhl 2011 Mittel im Rahmen des auf drei Jahre angelegten „Jean Monnet Chair Ad Personam“-Förderprogramms der Europäischen Union bewilligt.